Rheingauer Weinwoche endet in Wiesbaden mit hoher Besucherzahl und neuen Formaten

Rheingauer Weinwoche endet in Wiesbaden mit hoher Besucherzahl und neuen Formaten
Rheingauer Weinwoche endet in Wiesbaden mit hoher Besucherzahl und neuen Formaten | Bild: ©Peter Krausgrill/WICM GmbH

Die 49. Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden ist nach zehn Tagen zu Ende gegangen. Veranstalter und Stadt zogen ein positives Fazit: Hunderttausende Menschen besuchten die Stände auf dem Dern´schen Gelände, dem Schlossplatz und rund um die Marktkirche, die Atmosphäre blieb überwiegend friedlich und lebhaft, und neue Programmpunkte stießen auf Resonanz.

Zahlen und Atmosphäre

Im Zentrum des Festes standen wie gewohnt Wein und Sekt. Nach Angaben der Organisatoren wurden mehr als 1 000 verschiedene Sorten angeboten. Musikalisch sorgten 50 Bands auf drei Bühnen für Unterhaltung. Besonders die unter dem Titel Riesling Vibes dreimal präsentierten elektronischen Sets zogen jüngere Besucher an und luden zum Tanzen ein.

Das heiße Wetter zu Beginn des Festivals erhöhte den Bedarf an Erfrischungen. Beim ESWE-Stand verkauften sich rund 7 000 Liter Wasser und etwa 1 500 Liter Wasser mit Fruchtnote. Rettungsdienste verzeichneten an den heißen Tagen und an Wochenenden verstärkt Einsätze wegen Kreislaufproblemen und Wespenstichen. Größere Zwischenfälle blieben aus, so die Bilanz der Einsatzkräfte.

Neue Formate und Begegnungen

Die Weinwoche bot mehrere neue Formate, um Wissen und Austausch zu fördern. Beim Projekt mit digitalen Creatorinnen und Creatorn besuchten Fachleute Jungwinzerinnen und Jungwinzer, verkosteten ausgewählte Weine aus Premium-Lagen und berichteten anschließend in ihren Netzwerken. Moderiert wurde diese Runde von Katharina Höfling, die als Weinmoderatorin und Absolventin der Hochschule Geisenheim Fachwissen einbrachte.

Das neue Format Wein.Walk führte Interessierte in kleinen Gruppen zu ausgewählten Weingütern. Die Rheingau-Kennerin und Buchautorin Britta Blottner sowie Wein.Lotse Stephan Bachhuber begleiteten die Touren und ermöglichten direkte Gespräche mit den Winzerinnen und Winzern. Ergänzt wurde das Programm durch das Bühnenformat Wein & More, das Geschichten und historische Hintergründe zur Region vermittelte. Eine am Freitag angebotene Sekt Hopping Tour war bereits vorab ausgebucht; 18 Teilnehmende konnten dort unterschiedliche Sekte verkosten.

Winzer zwischen Ernte und Präsentation

Für viele Winzerinnen und Winzer war die Veranstaltung in diesem Jahr mit zusätzlicher Belastung verbunden. Einige Betriebe hatten bereits mit der Lese begonnen. Der Geschäftsfuhrer des Weinbauverbands und der Rheingauer Weinwerbung schilderte den Tagesablauf vieler Winzerinnen und Winzer mit frühen Einsätzen im Weinberg, Pressvorgängen und abendlichen Diensten am Weinstand. Erste Rückmeldungen zur Qualität lassen nach seinen Worten auf einen guten Jahrgang 2026 hoffen.

Veranstalter und beteiligte Akteure hoben die Bedeutung der Weinwoche als Schaufenster der Region hervor. Die Veranstaltung diene neben dem Verkauf vor allem der Kontaktpflege zu Stammkunden und der Steigerung der Bekanntheit von Weingütern und Marken in konzentrierter Form vor historischer Kulisse.

Die 49. Ausgabe endete am Sonntagabend ohne größere Störungen. Die nächste Auflage ist bereits terminiert und soll vom 13. bis 22. August 2027 stattfinden.

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Redaktion Idsteiner Blatt 123 Artikel
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