
Wiesbaden hat einen zentralen Anlaufpunkt für Gesundheitsfragen geschaffen. Am 25. August wurde im Westcenter ein Gesundheitskiosk eröffnet, zu dem rund 130 geladene Gäste gekommen waren. Ab Oktober sollen Menschen aus der Stadt dort nach vollständiger Ausstattung kostenfrei Beratung und Unterstützung zu Gesundheit, Prävention und Selbsthilfe erhalten.
Standort und Angebotsschwerpunkte
Der Kiosk liegt barrierefrei und ist an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke erklärte, viele Bürgerinnen und Bürger wüssten nicht, welche Angebote bereits existieren oder an wen sie sich bei gesundheitlichen oder sozialen Fragen wenden könnten. Der Gesundheitskiosk solle diese Angebote leichter zugänglich machen und miteinander vernetzen, damit sie bei den Menschen ankommen, die sie benötigen.
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Gesundheitsförderung und Prävention. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten individuell zu gesundheitlichen und sozialen Hilfen, vermitteln Kontakte und unterstützen gegebenenfalls bei der Vereinbarung von Terminen. Zusätzlich sind Informationsveranstaltungen, Präventionsangebote und Treffen von Selbsthilfegruppen geplant. Auch einzelne medizinische Angebote wie Impfsprechstunden sollen niedrigschwellig möglich sein.
Partner und Zielgruppen
Zum Start sind mehrere lokale Einrichtungen Partner des Projekts, darunter das Volksbildungswerk, das Suchthilfezentrum, die psychosoziale Beratung für gehörlose Menschen von Hand & Ohr sowie die Selbsthilfekontaktstelle Wiesbaden. Der Kiosk richtet sich an alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener, unabhängig von Alter, Herkunft oder Krankenversicherungsstatus.
Umbau und Perspektive
Die Räumlichkeiten stammen aus einer ehemaligen Postfiliale. Nach umfangreichen Umbauarbeiten ist dort laut Dr. Katharina Ferrari Kühne eine moderne und freundlich gestaltete Anlaufstelle entstanden, die Beratung und Begegnung verbinden soll. Sie dankte den Beteiligten an Umbau und Umsetzung und äußerte die Erwartung, dass der Ort ein lebendiger Treffpunkt für Gesundheit, Begegnung und gegenseitige Unterstützung wird.
Bei der Eröffnung war auch ein Gebärdensprachdolmetscher anwesend, der die Ansprache der Gesundheitsdezernentin begleitete. Der Gesundheitskiosk soll nach Abschluss der Ausstattung im Oktober den regulären Betrieb aufnehmen und kostenlose Hilfsangebote vor Ort bereitstellen.
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